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Quelle: www.radiobremen.de
 

Keine Atomtransporte über bremische Häfen!

Das Verbot von Kernbrennstoffen ist nur ein Anfang!

Die bremischen Häfen sind durch die gerade beschlossene Änderung des Bremischen Hafenbetriebsgesetzes nun für Kernbrennstoffe gesperrt.

Ein erster Erfolg, der aber nicht ausreicht. Denn die Ausgangs- und Abfallprodukte der Kernbrennstoffproduktion sind davon nicht berührt und werden unverändert umgeschlagen, u.a. Uranhexafluorid und Uranerz. Damit bleiben die Bremischen Häfen weiterhin Drehscheibe des internationalen Atomgeschäfts.

lm Januar 2012 hat die Bremische Bürgerschaft das Bremische Hafenbetriebsgesetz geändert. Der Umschlag von Kernbrennstoffen ist nun nur noch in Ausnahmefällen erlaubt. Kernbrennstoffe machen aber nur 15-20 Prozent der Atomtransporte aus.

Der Transport von Uranhexafluorid und Uranerz auf weltweiten Routen ist nach wie vor möglich und bleibt Teil des Tagesgeschäfts. Z.B. Uranerz von Adelaide in Australien nach Narbonne in Südfrankreich. Nur zwei von elf Transporten hatten ein Ziel in Deutschland. Damit bleiben die Bremischen Häfen eine Drehscheibe des internationalen Handels mit radioaktiven Stoffen.

Insbesondere Uranhexafluorid und Uranerz sind Teil der "Brennstoffsspirale". Sie sind die Ausgangs- oder Abfallprodukte bei der Herstellung von Brennstäben.

Die Entwidmung der Bremischen Häfen für Kernbrennstoffe ist deshalb nur ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Die Bremer Initiative gegen Atomtramsporte hat sich im Zuge der Debatte um die Hafenentwidmung gegründet. Sie spiegelt ein buntes Spektrum von Atomkraftgegnerlnnen wider. lhr Ziel ist es Atomtransporte insgesamt zu unterbinden.

Wir finden: An der Entscheidung über Atomtransporte über bremischen Häfen sollen sich alle Bremerlnnen beteiligen können. Eine solche Möglichkeit bietet ein Volksbegehren. Die formalen Vorbereitungen dazu haben wir inzwischen abgeschlossen.

Das Volksbegehren läuft, über 1.000 Menschen haben bereits unterschrieben!